Geschichte wiederholt sich: Die Zentrale

Auch wenn ich spät mit der Lektüre des Blogs von Katja Triebel dran bin, so möchte ich doch nicht versäumen diesen Eintrag von ihr zu bloggen. Ich danke ihr dafür das sie mit diesen Worten mal wieder meinen Horizont ein wenig erweitert zu hat.

Geschichte wiederholt sich: Die Zentrale.

Der dort abgebildete Text von Kurt Tucholsky kann ohne Änderungen auf die Firma angewandt werden bei der ich arbeite.

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4 Gedanken zu “Geschichte wiederholt sich: Die Zentrale

  1. Auf meine Firma ist es zum Glück nicht anwendbar, aber ich bin ja zusammen mit meinem Bruder selbstständig und wir haben weniger als 10 Mitarbeiter.

    Da kann man flexibel und transparent und durchlässig arbeiten, falls die Chefs das wollen.

    1. Da können Sie sich glücklich schätzen!
      Ich bin beim größten Deutschen Cateringunternehmen beschäftigt und bei uns passt das alles bis ins kleinste Detail.
      Genau wie in dem Text beschrieben werden bei uns Entscheidungen weit weg vom Einzelnen Betrieb getroffen. Gedanken über die Probleme die bei der Umsetzung entstehen werden dann mit den Worten „Das interessiert mich nicht!“ beantwortet. Ich selbst habe diese Aussage in Gesprächen mit Vorgesetzten schon des Öffnern als Antwort bekommen.

      1. Bei mir sind es „nur“ die Sachbearbeiter in den Behörden. Diese klagen jedoch über die Hälfte ebenfalls über die Regelungswut der EU und der Regierung.

        Kaum hat man ein Verfahren intus, alle Arbeitsschritte angepasst, die passenden Lieferanten oder Dienstleister für eine neue Richtlinie gefunden, da wir sie auch schon wieder geändert.

        Ich verbringe mittlerweile Stunden pro Woche auf Online-Seiten der Behörden.

        Früher hatte ich ein gedrucktes Formular, in das ich meine Dateninhalte per Knopfdruck importierte. Das hat 5 Minuten gedauert und sich 10 Jahre lange nicht geändert.

        Seitdem wir Behörden mit EDV und Web 2.0 haben, ändern sich die Masken jedes Vierteljahr und ich sitze 30 Minuten an einer Eingabe.

        Wenn dann wenigstens innerhalb von 1 Woche die Genehmigung käme, wäre ja die Mühe was wert. Aber nein – die dauert noch genauso lange und manchmal noch länger, weil im Hintergrund 1000x detaillierter geprüft wird….

      2. Als ich 1993 bei der Firma anfing, haben wir unsere Kalkulationen noch handschriftlich gemacht, Ware per Telefon und Fax für den nächsten Tag bestellt und die Monatsabrechnung wurde noch im „großen“ Buch gemacht.
        Wir hatten noch Kontakt mit den Händlern und konnten Reklamationen schnell und unbürokratisch regeln, sowie Artikel welche wir vergessen hatten zu bestellen, schnell nach ordern.
        Mit der Einführung der Computer ist unser Papierberg gewachsen! Wir müssen mehr Formulare ausdrucken als früher und diese dann abheften.
        z.B. hatten wir früher eine Lagerliste in der wir die Kontrollen der Mindesthaltbarkeitsdaten einmal wöchentlich dokumentieren mussten. Nun müssen wir für jedes ständig genutzte Lager eine Liste haben. d.H. für jeden Kühlschrank / Kühltheke müssen wir nun ein Blatt haben!

        Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, doch dann wird der Text hier zu lang! 🙂
        Wir haben nun für alles einen „workflow“ und der einzelne Betrieb wird immer gläserner.
        Individuelles kochen ist nicht mehr möglich. Machmal kommt es einem vor wir begeben uns in Richtung Systemgastronomie.

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