„Mach mich Sicher“ oder „Die Bundeswehr im Inneren“

Wir leben in einer Gesellschaft die glaubt sich durch Verbote schützen zu können. Ich habe den Eindruck das viele Menschen in einer Welt leben möchten in der alle Sicherheit vom Staat ausgeht. So müssen diese Menschen sich nicht mehr selber darum kümmern und können (vermeintlich) beruhigt ihrem Tagewerk nachgehen.

So funktioniert das aber nicht! Jeder Mensch ist für ein Stück Sicherheit in der Gesellschaft (und somit auch des Landes) verantwortlich. Erst kommt die Eigensicherung, dann die Sicherung der ihn umgebenden Menschen und dann die der Umgebung / des Eigentums. Dass der Einzelne nicht die volle Verantwortung für die Sicherheit des Landes, sei es im Inneren oder nach außen, hat ist ja selbstverständlich. Dafür sind die gewählten Vertreter da. Doch kann der Bürger immer noch einen Beitrag dazu leisten. Und zwar in dem er seinen Dienst an der Gesellschaft leistet. Das heißt natürlich nicht dass dies ausschließlich durch den Dienst bei der Bundeswehr geschehen muss. Alle Dienste die der Gesellschaft zu Gute kommen sind da gemeint.  Doch anstatt einen Dienst für die Gesellschaft zu leisen, wird erwartet das sich ein Anderer um die Probleme kümmert.

Ich verstehe den ganzen Aufstand dieser Menschen nicht? Es ist doch in unserer Gesellschaft mittlerweile so das für alles der Staat herhalten muss. Alle schreien danach dass der Staat etwas machen muss um den Bürger zu schützen. Keiner will mehr Verantwortung übernehmen. Da ist es doch nur logisch dass der nächste Schritt auf diesem Weg der Einsatz aller Mittel ist, die dem Staat zur Verfügung stehen.

Solange die Entscheidungen aber nur eine Minderheit treffen, werden diese von der Mehrheit tollerriet. (Siehe z.B. Waffengesetzgebung) Gestärkt durch die Untätigkeit der Masse macht der Volksvertretungsapparat sich nun daran weitere Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen die nicht mehr von allen Bürgern nachvollzogen werden können. Der Souverän ist schon lange nicht mehr das Volk. Diese Aufgabe haben wir zu Gunsten unserer Faulheit abgegeben. Niemand möchte mehr mit den wichtigen Fragen belästigt werden und mehr als nötig zur Wahlurne getrieben werden. Man muss sich ja nur mal die Wahlbeteiligung anschauen.

Und dass eben diese Entscheidungen von den Bürgern nachvollzogen werden können ist doch bestimmt auch nicht wirklich gewünscht? Das macht das „Regieren“ doch viel zu schwer! Es ist ja mittlerweile so dass noch nicht einmal die Politiker wissen worüber sie da abstimmen. Siehe ESM. Was soll da erst der einfache Bürger sagen? Ein dummes Schaf läuft besser hinterher. Solange bis es beim Schlachter angelangt ist!

Also…. Warum wundert Ihr Euch dass nun die Infrastruktur für ein verbessertes  Lenken Schützen der Bevölkerung ausgebaut wird?

Natürlich sind die Grenzen für einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren eng gesetzt. Eine Demonstration darf da natürlich nicht als Grund angeführt werden. Doch wer sagt dass es in Zukunft noch Demonstration genannt wird? Wenn Menschen mit Entscheidungen des Volksvertretungsapparates nicht einverstanden sind und daher auf die Straße gehen, kann man diese Aktion ja auch umbenennen. Die Gleichung ist einfach. Der Volksvertreter trifft Entscheidungen  für das Volk. Wer dagegen ist, ist gegen das Volk! Wer gegen das Volk ist, ist somit auch gegen die „Demokratische Grundordnung“! Wer gegen die „Demokratische Grundordnung“ ist, ist ein Terrorist! Und schon passt es………

„Das Problem ist Rassismus!“ Nein das ist es nicht!

Oder „Warum gebe ich kein Geld für Zeitungen aus?“

Über einen Tweed von #netzpolitik bin ich auf einen Blogeintrag auf tagesschau.de gestoßen in dem Patrick Gensing etwas zu Rassismus schreibt.

Meines Erachtens ist das Problem nicht der Rassismus alleine sondern die Gewalt an sich und die einseitige Berichterstattung darüber!

Ich finde es mühselig immer nur von „rassistischen“ Übergriffen zu lesen wenn die Opfer keine gebürtigen Deutschen sind. Was ist mit den Opfern von Gewalt wenn der/die Täter keine gebürtigen Deutschen sind? Ist das weniger tragisch? Und dies ist ja bei Weitem kein Einzelfall. So tragisch und unverständlich die Taten gegen Asylbewerber und nicht Deutsche sind, so wird hierzulande der Eindruck erweckt dass der Hintergrund einer Gewalttat nur rassistisch ist wenn er gegen eben eine dieser Gruppen gerichtete ist.

Was ist mit einem solchen Fall?

Da werden Personen angegriffen und diese Tat wird begleitet mit dem Ausruf „Scheiß Weiße!“ und in der Pressemeldung heißt es „Ein Motiv für den Angriff hat sich bislang noch nicht herausgestellt.“ ?????

Ich möchte auf keinen Fall diese Taten gegeneinander aufrechnen. Das ist nicht meine Intension und das kann man auch nicht! Was ich möchte ist die Frage zu stellen: „ Warum ist die Berichterstattung so einseitig?“  Wie viel hört man noch von z.B. den Ausschreitungen nach dem Brandanschlag von Solingen im Jahr 1993? Wie viel liest man noch von dem armen Italiener der 2011 in den Tod gehetzt wurde? Da gab es im Übrigen nur eine 2 jährige Bewährungsstrafe für den Haupttäter und eine von 4 Monaten für den Mittäter.

Leider ist dies bei der Berichterstattung über Ereignisse kein Einzelfall. Was meinen Sie wie lange die Tragödie die sich in Neuss ereignet hat, wo ein Mann seine Frau und seine beiden Kinder ermordete, noch in den Medien behandelt wird? Garantiert nicht mehr lange. Es sei denn der Täter hätte die Schusswaffe legal besäßen. Wovon man aber nicht ausgehen kann, denn er war der Polizei schon als gewalttätig bekannt. Warum wird also von den Medien nicht mal hinterfragt wo der Täter die Schusswaffe her hatte? Dies geschieht immer nur wenn diese sich vor der Tat legal im Besitz befunden hatte.  

Leider besteht seitens der Presse kein Interesse daran ausgewogen zu Berichten. Daher gebe ich auch kein Geld für Tageszeitungen oder Webinhalte dieser Industrie aus! Sollte sich ein Unternehmen dadurch hervortun objektiv und Faktenbasierend zu berichten werde ich meine Einstellung dahingehend überdenken. Aber so….. Gibt es kein Geld von mir!